Pressemitteilung der Fördergemeinschaft Blockheizkraftwerke
Fördergemeinschaft Blockheizkraftwerke begrüßt Regierungsbeschluss zum
Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung
Berlin, 31. Juli 2000 – Als entscheidende Weichstellung für einen
Paradigmenwechsel in Richtung auf dezentrale und umweltfreundlichen Strom-
und Wärmeerzeugung nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in
Deutschland wertet die Fördergemeinschaft Blockheizkraftwerke den Beschluss
der Bundesregierung, im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms eine gesetzliche
Regelung zur Verdoppelung des Anteils der KWK-Stromerzeugung von zur Zeit
ca. 12% auf 24% 2010 einzuführen. Damit wurden die Ergebnisse mehrerer
Studien, gemäß denen diese Maßnahme für das Erreichen der klimapolitischen
Ziele unverzichtbar ist, nach langem Zögern endlich in politische
Entscheidung umgesetzt.
Auch die Festlegung auf ein Zertifikatshandelmodell ist zu begrüßen, da auf
diese Weise das Verdoppelungsziel am effizientesten und ohne Eingriffe des
Staates in Einzelentscheidungen erreicht werden kann. Dies wird inzwischen
nicht nur von den meisten wissenschaftlichen Instituten, sondern auch von
den involvierten Herstellerfirmen, Planern und Anlagenbetreibern in
Industrie, Gewerbe und bei den kommunalen Unternehmen mehrheitlich
anerkannt.
Einziger Wermutstropfen ist, dass man sich mit der erforderlichen
gesetzlichen Regelung bis Mitte kommenden Jahres Zeit lassen will. Dies darf
angesichts der bereits seit langem auch auf Bundesratsebene geleisteten
Vorarbeiten nur als letzter in Betracht kommender Termin für ein
Inkrafttreten interpretiert werden. Nach Meinung der Fördergemeinschaft
Blockheizkraftwerke könnte das Gesetzgebungsverfahren bei sorgfältiger und
zugleich zügiger Vorbereitung durchaus noch in diesem Jahr auf den Weg
gebracht werden.
Jeder Monat Verzögerung bedeutet vor dem Hintergrund des
derzeitigen ruinösen Strompreisniveaus die umweltpolitisch kontraproduktive
Stilllegung von KWK-Anlagen und den Verlust wertvoller
High-Tech-Arbeitsplätze bei den zumeist mittelständischen
KWK-Anlagenherstellern.
Schöne Grüße aus Berlin-Steglitz
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