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Stirling Mini-Blockheizkraftwerk der Firma Solo |
Entwicklungsarbeit am STIRLING - MOTOR |
Firma SOLO Stirling GmbH, Sindelfingen |
Anfang Juni 2007 wurde das Insolvenzverfahren über die SOLO Stirling GmbH eröffnet. Verschiedene Gründe, insbesondere aber die fehlende Liquidität, haben dazu geführt, dass das Unternehmen in der bisherigen Form nicht weiter geführt werden konnte. Die Stirling Systems AG mit Sitz im schweizerischen Schaffhausen hat vom Insolvenzverwalter sämtliche Rechte und Patente an der Technologie sowie das noch vorhandene Umlaufvermögen der SOLO Stirling GmbH erworben. |
SOLO beschäftigt sich seit 1990 mit der Stirling-Technologie. Erster Schritt auf
diesem Gebiet war der Bau von drei 9 kW-Motoren in Solarausführung für die
Versuchsanlage "Distal" (von Schlaich, Bergermann und Partner / SBP, Stuttgart),
die 1991 auf der Plataforma Solar in Almeria / Spanien errichtet wurde. Dazu wurde von SBP
die Lizenz der bezüglich Lebensdauer und Zuverlässigkeit am höchsten entwickelten
Stirlingmaschine SPS V 160 erworben und ein Vertrag zur Nutzung mit SOLO geschlossen.
![]() Die solare Ausführung wurde von der ursprünglich gasbeheizten Maschine abgeleitet.
Die Anlage in Almeria ging 1991 in Betrieb und hat seitdem über 20.000 Betriebsstunden
erfolgreich akkumuliert, sie markiert eine Spitzenstellung unter den solaren
Energietechniken.
Die Firma siedelte später nach Ann Arbor / USA über und baute insgesamt 150 Einheiten
und damit die höchste Stückzahl aller jemals gebauten Stirlingmotoren, für Wärmepumpen
und Generatorantrieb.
Technische Daten Stirling 161 Motor
Anwendungsgebiete und Weiterentwicklung Kraft-Wärme-Kopplung: Stirlingmotoren als Antrieb in Blockheizkraftwerken weisen Vorteile auf, die gerade bei kleinen, dezentralen Anlagen zum Tragen kommen: Die Wartungsintervalle von Stirlingmotoren liegen mit 5.000 - 10.000 Stunden sehr hoch, die Wartungskosten gerade bei kleinen Leistungen um 10 kW deutlich unter denen von Gas-Ottomotoren. Die Schadstoff-Emissionen von Stirling-Brennern heutiger Technologie können mindestens 10-mal niedriger als bei Gas-Ottomotoren mit Katalysator liegen, sie entsprechen den Werten von modernen Gasbrennern. Durch die variable Leistungsabgabe ist eine optimale Anpassung an den Energiebedarf möglich. Um diese Eigenschaften zu demonstrieren und weitere Betriebserfahrung zu gewinnen, führt SOLO zur Zeit eine Felderprobung mit insgesamt 20 Stirling-Heizkraft-Modulen durch, die den Motor 161, einen Asynchron-Generator, einen Wasser-Wärmetauscher und eine elektronische Regelung beinhalten. Dieses Vorhaben wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt, es ist in zwei Phasen unterteilt, die zweite Phase begann im Sommer 1998. Inzwischen bietet die Firma Solo Kleinmortoren ihr Stirling-BHKW als Sierienversion an. Weitere Informationen finden Sie hier auf unseren Infoserver für Kleine- und Mini-Blockheizkreaftwerke Solarenergienutzung: Die Entwicklung der Dish-Stirling-Systeme geht unter Federführung von Schlaich Bergermann und Partner weiter. Auf Grund von Betriebserfahrungen in Almeria, Spaninen wurden neue Konzentratoren mit vollautomatischer Nachführung und verringerten Fertigungskosten konzipiert. Mitte 1997 wurden mit Unterstützung der Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg drei weitere 10 kW-Dish-Stirling-Systeme mit SOLO 161-Motoren in Almeria errichtet. Nutzung fester Brennstoffe: Da Stirlingmotoren unabhängig von der Art der zugeführten Wärme arbeiten, ist auch die Verwendung von festen Brennstoffen wie Holz, C4-Pflanzen, Stroh etc. möglich. Die technische Umsetzung ist jedoch aufgrund der Ascheerweichung ab 1000°C nicht einfach. In einem von der EU unterstützten Vorhaben wurde 1995 ein Stirlingmotor mit speziellem Erhitzer für den Betrieb in einer Wirbelschicht-Holzfeuerung (CIEMAT / Spanien) getestet, ein weiteres Vorhaben (Graz / Österreich) arbeitet mit anderen Verbrennungskonzepten. Mit entsprechenden Anlagen sollen Energiepflanzen oder landwirtschaftliche und industrielle Abfälle dezentral als Strom- und Wärmequelle genutzt werden können, die Entwicklung ist aber noch nicht abgeschlossen. |
Ansprechpartner: |
Friedhelm Steinborn |
E-Mail: |
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